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China - Tag 2 und Konzert in Chongqing



23.06.2009 | Pele

China - Tag 2 und Konzert in Chongqing

Pünktlich, wir haben uns endlich an die Zeitumstellung (Jetlag, Kopfschmerzen...) gewöhnt, treffen wir Wang Yan und Sam in der Hotellobby. Unsere Fahrer bringen uns zum "Stadtentwicklungsmuseum". Ein überwältigendes, aufwändig beleuchtetes Modell der Stadt empfängt uns zu Beginn der Museumstour. "Museum" ist eigentlich kein Ausdruck, da der plötzliche Aufschwung und das rasante Bevölkerungswachstum erst 1981 begannen. Nach einer langen Staun- und Fotopause ob des gigantischen Modells setzen wir unsere Tour fort. 360°Kino-Tour durch die Stadt (Suzie wurde seekrank), Computerspiele und 3D-Projektionen machen das ganze auch noch unterhaltsam. Unweit des Museums befindet sich "Chaotianmen", das ist der Punkt, an dem der gelbe "Yangtse" und der grüne "Jialing" ineinanderfließen und sich vereinen. Das dürfen wir natürlich auch nicht verpassen, somit geht es praktisch auf das Dach des Gebäudes. Man kann ganz klar sehen, an welcher Stelle sich beide Flüsse "küssen", ein wunderbares Naturphänomen. Aufbruch in unser inoffizielles Hauptquartier (schon wieder, und wir wollen eigentlich keine Werbung machen: Starbucks!) für den heutigen Tag. Ein riesiges Plakat mit der Konzertankündigung hängt vor dem Jang Fenbei (Befreiungsdenkmal) auf dem wichtigsten Platz der Stadt. Nicht nur das! Das Denkmal wird uns heute Nachmittag auch als Bühne dienen. Während wir aufgeregt unsere Instrumente, Verstärker und Mikros inspizieren, beginnen die Menschen auch schon zu fotografieren. Unglaublich viele Zuschauer bleiben nach und nach vor der Bühne stehen und sehen unserem Treiben auf der Bühne zu. Alles ist vorbereitet und es kann losgehen. Wie bisher überall in China empfängt uns das Publikum mit offenen Armen, und trotz des Tageslichts – bedeutet: keine Lichtshow - ist es begeistert. Danke Chongqing! Nach einer Zugabe verlassen wir die Bühne, um uns den Menschen persönlich zu widmen. Es wird uns davon abgeraten, die Autogrammkarten dem Publikum direkt zu überreichen. Wir verstehen nicht, warum es problematisch sein sollte. Zwei Personen des Sicherheitspersonals übernehmen die Aufgabe für uns und werden überrannt. Jetzt verstehen wir den Hinweis. Ein Wahnsinnsszenario! Anschließend werden wir von zehn Polizisten zu unserem Shuttlebus begleitet, um noch mit Wang Yan und Sam dinieren zu gehen. Die Spezialität Chongqings, "der Feuertopf", ist köstlich und vor allen Dingen scharf!!! Morgen wird das letzte Konzert unseres Chinaaufenthalts stattfinden und erst dann können wir das alles, wahrscheinlich erst nach einigen Tagen, für uns greifbar und real empfinden. Es ist schon eine Ehre, so etwas erleben zu dürfen... Jetzt aber gute Nacht!
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