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Osnabrück - Rosenhof


28.02.2009 | Suzie

Osnabrück - Rosenhof

Morgens um sieben ist die Welt noch in Dortmund....

... und nachmittags um 16 Uhr ist die Welt und die Band Klee immer noch in Dortmund... und nicht im Rosenhof in Osnabrück, wo wir eigentlich schon mitten beim Soundcheck fürs abendliche Konzert sein sollten.

Nachdem der gestrige Abend im Konzerthaus Dortmund schon unsere vornehmsten Vorstellungen sprengte, wurden wir heute Morgen abermals überrascht. Diesmal allerdings von unserem Tourmanager, der gestern Abend noch auf der Bühne virtuos die zweite Gitarre gespielt hatte und uns jetzt mitteilte, dass wir leider nicht, noch nicht, nach Osnabrück aufbrechen konnten, da etwas mit unserem Tourbus nicht in Ordnung sei. Ich verstand nur die Hälfte von diesem Automechanikerfachjargon. Aber es hatte was mit Mim und Mäusen und Bibbedi Bobbedi Bu und einem Kürbis zu tun.
Es half alles nichts, wir mussten Warten, bis das Auto wieder fahrbereit war.

Nach einem ausgedehnten und sehr leckerem Frühstück im Chill'R und einem kleinen Ausflug in die Dortmunder Einkaufswelt, wo ich ein famoses Geschäft namens 'Heimatdesign' (http://www.heimatdesign.de/shop) entdeckte und mir im Dortmunder Maggie Kochstudio eine 1 Liter Flasche Maggie gekauft habe, kam der erlösende Anruf, dass es endlich Richtung Osnabrück weitergehen kann. Puh!

Die liebe Karina vom Rosenhof hatte schon einen Aushang an den Club gehängt, dass sich die Einlasszeit um ca. 1 Stunde verzögern wird, so hatten wir dann doch noch genügend Zeit, einen Soundcheck zu machen und die Bühne herzurichten. Danke noch mal allen für ihre Geduld.
Um 21:00 Uhr ging es dann los. Chris, unser Fachmann fürs Licht, hatte den Rosenhof in ein geheimnisvolles Nebelgewand gekleidet, und als wir, nach einem zugegebenermaßen sehr außergewöhnlichen, ja fast schon ?spinal tap-igen? Weg durch die Küche des nebenan gelegenen türkischen Restaurants, zum Bühnen-Backstageraum gelangten, sahen wir unsere Hand vor Augen nicht mehr. Während des ersten Songs lichtete sich der Nebel, und ich konnte in die Gesichter des osnabrückschen Publikums sehen.

Und was soll ich sagen, es war eine Wahnsinnsstimmung! Es hat soviel Spaß gemacht, dass ich noch weitere zwei Stunden spielen hätte können und glaubt mir, wenn ich kein Kleid angehabt hätte, hätte ich einen 1A Stagedive aufs Parkett gelegt. Wir fühlten uns aber auch während des ganzen Konzertes wie auf Händen getragen.
Danke Osnabrück!


Nach dem Konzert hatten wir Gelegenheit, vor dem Merchandise Stand einige aus dem Publikum kennen zulernen. Ich bedanke mich für die netten Gespräche und das Gläschen Sekt und auch für das Angebot, einen Jim Beam mit zu trinken.
Wir blieben noch lange im Rosenhof, der den ein oder anderen von uns mit seiner anschließenden Disco noch das ein oder andere Mal auf die Tanzfläche lockte. Es war ein toller Abend, eine tolle Nacht, die ihr Ende in den frühen Morgenstunden im Hotelzimmer finden sollte, wo wir von Pese, unserem bayerischen Tourmanager und von Pele, unserem Sprachwissenschaftler aus dem Ruhrgebiet über die jeweiligen landestypischen phonetischen Leckerbissen und Eigenschaften aufgeklärt wurden.

In diesem Sinne:
"Pfiat aich" und "Tschökes, bis die Tage"
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