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Zürich Mascotte 01.11.2008 | Daniel
Zürich MascotteLiebes Tagebuch.
Zürich, mein Zürich.
Wenn Berlin die Hauptstadt der Energie ist, ist Zürich die Hauptstadt der Gelassenheit.
Man könnte denken, es läge an den frei erhältlichen Drogen, die man in der Schweiz erwerben kann, dass hier diese Gemütlichkeit herrscht. Aber nein. Weit gefehlt.
Wäre es so, würde ja organisatorisch nicht viel laufen in der Stadt. Aber auch da. Weit gefehlt. Allein das Ankunftscatering. Man könnte fast denken, es gäbe keine Metzger und Käsehersteller in Deutschland. Wie liebevoll die junge Dame mit den großen Kopfhörern alles zubereitet und dabei zwar etwas verhalten doch überaus freundlich Fragen beantwortet...
Ich sagte es ja, die Hauptstadt der Gelassenheit.
Die wunderschöne Lage am See natürlich nicht zu vergessen. Nach jeder Kleinigkeit, die
man gerade aufgebaut hatte, erst ein mal eine Zigarette und einen hervorragenden Espresso
aus dem Backstageraum und genüsslich mit Blick auf den Zürisee rauchen. Leider gab es
davon nicht so viele, da wir einen sehr engen Zeitrahmen hatten, um aufzubauen.
Für mich persönlich hatte dieser Tag noch eine ganz andere, besondere Note. Ich bekam
nämlich Besuch. Niemand geringeres als mein ältester Bruder und meine Nichte standen auf
der Gästeliste. Und dann auch im Publikum. Beeindruckt waren sie, wie ich mir nochmals
von meinem Vater am Telefon versichern lassen durfte. Beeindruckt waren wir auch mal
wieder vom herzlichem Empfang der Züricher und ihrer nicht enden wollenden guten Laune.
Die Stimmung war einfach super.
Danach musste unsere eifrige Crew leider doppelt so eifrig sein, denn wir mussten den Club um 23:00 Uhr besenrein übergeben. Aber wer, wenn nicht unsere super Crew würde das schaffen. Danke fürs Reinhauen noch einmal. Dann ging es natürlich lustig weiter im Backstage mit Familie und Freunden. Ab und an schauten wir noch in die Disko und hofften, einen Blick erhaschen zu dürfen, wie Teile unserer „Reisegruppe“ versuchten, mit einheimischen Damen ins Gespräch zu kommen. Ich werde aus Pietätsgründen mal keine Namen nennen. Aber, liebe „Reisegruppe“: Seid euch gewahr, es gibt Beweise...; )
Nachdem dann genug gefeiert wurde im „angesagtesten Club“ Zürichs, ging es ins Hotel.
Und während wir eincheckten, wurde der „Reisegruppe-Hotel“ schnell bewusst, dass im Keller des Hotels einer der unangesagtesten Clubs der Stadt beherbergt ist. Und wer, wenn nicht wir würden diese Herausforderung annehmen. Denn, wo wir sind ist die Party!
O.K. Dass das Durchschnittsalter dieser Veranstaltung gefühlte 16 war, hätte uns vielleicht zu denken geben sollen, aber hey! Wie gesagt: Wo wir sind, ist die Party.
Vielen Dank nochmals an die „Reisegruppe-Partycrashing“, bestehend aus Roland und Heike, Sten und Sophie, Suzie, Pese und Markus, und an mich selbst...
Wir haben uns mal wieder selbst übertroffen!
Und wo wir gerade bei übertroffen sind:
Ihr Schweizer habt es echt raus!!!
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