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Hamburg Übel & Gefährlich

14.10.2008 | Daniel

Hamburg Übel & Gefährlich

Liebes Tagebuch.
Hamburg, mein Hamburg. Nicht nur weil ich zwei Jahre meines Lebens in dieser Stadt zugebracht habe, konnte ich es mir unmöglich durch die Lappen gehen lassen, selbst die Strecke von Münster nach Hamburg den Sprinter (das größere der beiden Kleemobile) zu fahren. Was für ein tolles Gefühl, dachte ich, mal wieder  zuerst am Hafen über die Elbbrücken in die Stadt einzufahren, um dann an all den erinnerungsträchtigen Stationen vorbei (das alte Knust, das Soundgardenstudio, der Michel, der grüne  Jäger, usw,)  in die Feldstraße einzubiegen und zum Übel&Gefährlich zu fahren.

Nix da: Erst mal nicht bedacht, dass der Sprinter auf dieser Tour mit Anhänger fährt und das heißt: 100 Km/H maximal (hier mal ein dickes Lob an alle LKW und Busfahrer. Die dürfen ja bekanntlich nur 80 km/h, und wenn 100 schon nervt, wie sehr nervt dann 80? Und all diese Überholverbote... Möchte jemand einen Hänger kaufen?!). Nun ja, total erschöpft von der langwierigen Anfahrt habe ich dann obendrein nicht
bemerkt, dass der Chris auch noch unser Navigationsgerät mit falschen Informationen gefüttert hatte. Also auch keine Sightseeingtour durch meine Vergangenheit, sondern Elbtunnel.

Aber dann ging es los. Ankunft im Club und nur bekannte Gesichter bei der Clubcrew. Man kennt alle Namen, und alle kennen Deinen. Fast wie Zuhause. Dann kam auch noch das Management und die Bookingagentur zu Besuch, und die Familie war komplett. Fehlten nur noch meine Eltern. Aber denen war Hamburg  zu weit...

Auf Peles Empfehlung hin hatten die tollen Enno Bungers dann das Vergnügen, den Abend zu eröffnen. Nachträglich Gratulation meinerseits sowohl an die hervorragende Band als auch an meinen Bassisten für die Idee, sie mitzunehmen! Und dann kamen (wie könnte es anders sein) wir. Wer nach diesem Auftritt nicht versteht, warum  es mich damals nach Hamburg zog, dem kann ich auch nicht helfen. Was für ein Publikum!!! Allen, die da waren,  im Nachhinein nochmals vielen, vielen Dank für Eure Euphorie und Euren Enthusiasmus. Das war wirklich groß und wie bereits von meiner Sängerin erwähnt, das beste Publikum seit 1983.

Zum krönenden Abschluss des fantastischen Tages  ging es (wie könnte es anders sein) zum Absacker in „Die Mutter“. Und auch der hatte es, wie nicht anders zu erwarten, in sich. Frage mich keiner, wann unser Tag in Hamburg zu Ende ging. Ich weiß es wirklich nicht... Foto: Marcus Mayer
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